Abschlussbericht Saison 2025/26

Von Fabian Czappa veröffentlicht 26.04.2026

Die hessischen Auf- und Absteiger

Fangen wir ganz oben an:

Der SC Viernheim hat alle 15 Spiele in der Bundesliga gewonnen und wurde zum zweiten Mal Deutscher Meister. Herzlichen Glückwunsch über die Grenzen des Verbandes hinweg tief in den hessischen Süden! Die Schachfreunde Wolfhagen erspielten 23 der 30 möglichen Punkte und landeten wegen einer Differenz von zwei Brettpunkten auf dem 3. Platz der Bundesliga. Die Nordhessen haben ihren Rückzug aus der Bundesliga angekündigt, was mich etwas in die Bredouille bringt: Die einen schreiben von "Rückzug", die anderen von "Abstieg"; ich nehme für den Rest des Berichts mal an, dass sie "nur" absteigen und nicht die Mannschaft komplett auflösen.

In der 2. Bundesliga Nord hat sich der SV 1920 Hofheim mit 10/18 MP wieder behauptet. Das reichte kurioserweise nur für Platz 7/12. Wer das kurstädtische Ligaorakel verfolgt hat, hat sich vielleicht etwas mehr erhofft, da die Südhessen nominell um die ersten Plätze mitgespielt hatten. So verbleiben sie sicher für eine weitere Saison in der Liga – was auf gar keinen Fall für Verstimmungen sorgen dürfte.

Wechseln wir einmal zu den Frauen:

In der Frauenbundesliga war diese Saison wieder keine hessische Mannschaft (Frauschaft?) vertreten. In der 2. Bundesliga West mischt auch hier der SV 1920 Hofheim mit, sie kamen mit 10/14 MP auf Platz 3. Gulsana, die mit 5/6 erkämpften Punkten (nach meiner persönlichen Einschätzung) das beste Einzelergebnis erspielte, möchte ich ganz besonders beglückwünschen! Und da sich Hessen "über ganz Deutschland erstreckt", hat der SK Gernsheim in der 2. Bundesliga Süd sein Glück versucht. Mit 5/14 MP auf Platz 6 haben sie knapp den Abstieg verpasst und werden sich nächste Saison wieder behaupten dürfen. Hofheim und Gernsheim sind übrigens 40 km Luftlinie voneinander entfernt.

In den Regionalligen kam der FTV 1860 mit 4/8 auf Platz 3 (RL West), Hofheim 2 und Oberursel erreichten 5/10 und landeten auf Plätzen 2 & 3 (RL Süd-West). In der hessischen Frauenliga gewann der SK Gießen mit 7/8.

Alle hessischen Teams der Oberliga sind in der OL Süd-West zusammengefasst. Hier sei mir nochmal eine Bemerkung zu den Himmelsrichtungen erlaubt (und auch die letzte für diesen Bericht, versprochen): Ich erinnere mich ja noch daran, wie die hessischen Teams in der Saison 2023/24 in der OL Ost B waren. Nord, Süd, West, Ost – wir sind einfach überall dabei.

Die Teams dieser Saison handeln wir etwas schneller ab. Wolfhagen 2 hat mit 22/22 MP einen Durchmarsch ohnegleichen hingelegt, wird aber nicht aufsteigen dürfen, was meiner Auffassung nach Bickenbach zu Gute kommen sollte. Die Südhessen haben übrigens etwas erreicht, was sonst nur selten vorkommt: Insgesamt nur 3-mal fehlte eine Person aus der Stammaufstellung. So gespielt wie aufgestellt, was will man mehr? Auch Christians 8,5/10 sind durchaus erwähnenswert. Oberursel kommt mit 15/22 auf Platz 4, Wiesbaden mit 10/22 auf Platz 6, Heusenstamm mit 9/22 auf Platz 7 und auch Neuberg hat sich noch gerettet: mit 9/22 auf Platz 9, dafür die schlechteste Zweitwertung der 9-Punktler.

Die Hessenliga gewann Hofheim 2 vor Wolfhagen 3 und Gernsheim 1; sie schließen damit die Lücke zu ihrer ersten Mannschaft und schaffen den Wiederaufstieg. In der Verbandsliga Nord gewinnt Fulda 1 vor Gießen 1 und CAISSA Kassel 1, während im südlichen Pendant Wiesbaden 2 vor Niederbrechen 1 und Hattersheim 1 gewinnt und sich damit zur Hessenliga aufmacht.

Die niedrigste hessische Ligaebene sind die Landesklassen. Nord gewinnt Bad Hersfeld vor Korbach und CAISSA Kassel 2, Ost gewinnt Oberursel 3 vor Bad Homburg 2 und Matt im Part 1 (FFM), Süd gewinnt Langen 1 vor Rödermark/Eppertshausen 1 und Weiterstadt 1, und West gewinnt Hungen-Lich 1 vor Braunfels 1 und Marburg 2.