Bericht HEM 2026
Die Sieger:innen der HEM 2026 sind gefunden!
Die Offene Hessische Einzel-Meisterschaft war dieses Jahr vom 14. bis zum 17. Mai in Ober-Ramstadt und wurde wie in den letzten Jahren in einem Meisterturnier sowie in den A-, B- und C-Turnieren ausgespielt. Im Gegensatz zu den letzten Jahren wurde der Titel der Frauen allerdings in einem getrennten Turnier ausgetragen, das erst am 15. Mai begann.
Ein Turnier nach dem anderen; fangen wir mit dem Meisterturnier an:
Die letzte Partie im Turnier und die vorletzte Partie über alle Turniere hinweg war die Begegnung Marian Nothnagel gegen Emil Eull, in welcher sich Marian die bessere Leichtfigur und Bauernstruktur erspielte, und daraufhin Dame, zwei Türme und Springer gegen Dame, zwei Türme und Läufer knetete. Gerade rechtzeitig zum (Nach-)Mittagessen setzte er sich damit durch, und ohne zu stolpern, hatte er nach Runde 4 bereits einen ganzen Punkt Vorsprung auf die Verfolger, welchen er auch noch ins Ziel brachte.
Mit 5,5 Punkten gewinnt Marian Nothnagel das Meisterturnier der HEM 2026 vor 17 weiteren Konkurrenten. Dahinter folgen Hagen Poetsch, Pascal Neukirchner und Uwe Kersten auf den Plätzen 2 bis 4. Hier geht es zur Endtabelle.
Dann zu den Damen:
Nur fünf Runden geplant, aber dafür motiviert wie für sieben. Bis auf eine Runde fand die letzte Partie immer im Damenturnier statt, in dem sich zwölf Spielerinnen um den Titel streckten. Hier möchte ich kurz erwähnen, dass noch mehr Mädchen und Frauen bei der HEM mitgespielt hatten, diese aber lieber sieben Runden spielen wollten. In einem Herzschlagfinale remisierten Frieda und Astrid, sodass am Ende Frieda (4 Punkte) vor Maria (4 Punkte) und Astrid (3,5 Punkte) den Titel erlangte. Hier geht es zur Endtabelle.
Rüber zum A-Turnier:
Hier gewann Magnus Staudacher, auch mit einem vollen Punkt Vorsprung, der mit 6/7 und einer Leistung von über 2300 den Titel ungefährdet gewann. Hinter ihm folgten Werner Hahn und Peter Nies mit jeweils 5/7 Punkten sowie 21 weitere. Mein nicht-anfechtbares Sonderlob geht hier an Zhifei Yang, welcher 15 Plätze gut machte (von 23 auf 8). Hier geht es zur Endtabelle.
Dann zum B-Turnier:
Hier gewinnt Medhansh als Vertreter des Landeskaders überzeugend mit 5,5 Punkten vor Oliver Mülders, Lev Cherniavski und Martin Bauch (alle 5/7), insgesamt gab es hier 33 Teilnehmer:innen. Hier geht es zur Endtabelle. (Da diese noch nicht aktuell ist, kann ich kein Sonderlob aussprechen).
Schlussendlich noch zum C-Turnier:
Hier gewinnt Eray Coskun mit 6/7 und einem halben Punkt Vorsprung vor Jan Belak und Adriyan Basu; insgesamt kämpften 39 Personen um den Titel. Auch wenn es bei ungewerteten Personen nicht ganz so beeindruckend ist, geht hier das Sonderlob an Jan Riesner, welcher sich von Platz 37 in der Setzrangliste auf Platz 8 vorspielte. Hier geht es zur Endetabelle.
Bevor ich zu meinen Schlussworten komme, möchte ich noch eine (für mich) amüsante Anekdote teilen. In dieser Stellung war der letzte Zug 24. Dd2, nun ist schwarz am Zug:
Ich habe während der Analyse zugehört und möchte hier einen Teil des Gesprächs wiedergeben; ich überlasse es euch/dir, herauszufinden, aus welchem Turnier die Partie stammte bzw. wie stark/alt die beiden waren. Zitate sind aus dem Kopf und keinesfalls wörtlich.
Schwarz: Mein Plan war eigentlich h5-h4 und ich hatte Angst, dass du selbst h3-h4 spielst.
Weiß: Dein h4 hatte ich tatsächlich gar nicht auf dem Schirm.
Schwarz: Deswegen dachte ich, wenn ich jetzt Th8 spiele, fällt dir das auf und du ziehst selbst h4.
Weiß: Ja, Th8 deutet schon stark auf h4 hin, das wäre mir bestimmt aufgefallen.
Schwarz: Deswegen habe ich hier erstmal Tf8 gespielt. Ich dachte auch über Tg8 nach, aber das ist vermutlich etwas zu künstlich.
Weiß: Vermutlich.
Die Partie ging übrigens 0,5-0,5 aus.
Ich möchte abschließend allen Helfer:innen, vor allem vom Schachclub Ober-Ramstadt, danken! Schön, dass ihr dieses Turnier möglich gemacht habt, und in diesem Sinne: Wir sehen uns hoffentlich nächstes Jahr!
