HEM 2025
Der Abschlussbericht zur HEM 2025
Vom 27. bis zum 30. Dezember – zur besten Weihnachts-Flucht-Zeit – fand die (Offene) Hessische Einzelmeisterschaft 2025 in Bad Soden im Taunus statt. Der dortige Schachverein mit knapp 120 Mitgliedern, deren 1. Mannschaft in der Landesklasse Süd regelmäßig auf Hessenebene spielt, holte die HEM nach knapp 40 Jahren wieder in die Stadt. Das Catering hat der Chessclub Griesheim übernommen. Danke an der Stelle an alle beteiligten Helfer in diversen Funktionen!
Im Meisterturnier gingen derer 14 an den Start, davon 8 mit FIDE-Titeln ausgestattet. Gewonnen hat dank besserer Drittwertung
Samir Mohammad aus Saarbrücken, welcher sich in der letzten Runde dem späteren zweiten Andreas Ciolek aus Garching geschlagen geben musste. Hessenmeister wurde der drittplatzierte Adam Baranyai-Molnar, der damit sein schachliches Jahr nicht nur mit FM-Titel, sondern auch mit HEM-Titel beendet ;-)
Ein besonderer Blick sei mir auf Harshill Pradeep erlaubt, welcher als 11-Jähriger unter den alten Hasen mitmischte und sich dabei von Startrang 14 auf Platz 7 erspielte. Auch wenn es für diese Leistung keinen Titel gab, ist diese Leistung hoch zu würdigen. Meister in der Altersklasse Ü50 wurde Uwe Kersten.
Im A-Turnier entschieden sich 37 Kampfeswillige für den Wettstreit um den Titel, welcher am Ende an Platon Musiienko ging (dessen Zwillingsbruder sich der Herausforderung im Meisterturnier stellte). Er gewann überzeugend vor Sören Rauch und Maximilian Steigleder, welche auf den Plätzen zwei und drei zu stehen kamen. David Dolidze, unser amtiertender Pokalmeister, müsste sich Platon und Max geschlagen geben und kam auf 4,5 Punkte, was rotzdem ein großes Wertungs-Plus bedeutet. Im Turnier wurde auch der Ü65-Titel ausgespielt und ging an Klaus Lange.
Im B-Turnier spielten 57 Personen mit, und hier sollte es so unerwartet wie erwartet kommen: Unerwartet in dem Sinne, dass direkt in der ersten Runde die erste und zweite Paarung in einem geteilten Punkt endete, was wohl alle Wettquoten ändern sollte. Torsten Warnk, welcher sich in der erste Runde noch behaupten konnte, strauchelte dafür in der zweiten, was noch von drei Remis an Brettern 1 bis 3 in der dritten Runde begleitet wurde.
Einen solchen Favoritenschreck sieht man selten, was Nam Nguyen zu Gute kam, welcher ab Runde 4 an Brett 1 spielte, abwechselnd siegte und remisierte, und damit seinen Titel aus der HEM 2024 dieses Jahr verteidigen konnte. Ich drücke die Daumen, dass es bei dieser Leistung nächstes Jahr im A-Turnier ebenso erfolgreich läuft. Einen weitere Erwähnung steht dem aktuellen Meister der offenen U18, Colin Baumgartner, zu, welcher sich von Rang 35 auf Rang 5 spielte.
Im C-Turnier ergibt sich ein Bild, welches ich aus verbandspolitischer Sicht sowohl gut, als auch schlecht sehen muss: Unter den ersten 10 finden sich 6 ohne Wertungszahl, drei davon ohne Verein. Das spricht für die Strahlkraft der Veranstaltung über die Vereinsgrenzen hinweg; hoffen wir, dass sie zur Vereinsbindung beigetragen hat. Gewonnen hat Jens Wallrabenstein mit überzeugenden 6,5/7 Punkten, nur gegen den später 3. Niclas Wagner gab er ein Remis ab. Der Ü75-Titel ging hier an Günter John vom gastgebenden Verein.
Als Abschluss möchte ich die Schnelligkeit der DWZ-Turnierauswertung hervorheben, welche noch vor der Siegerehrung klappte. Wir gratulieren allen Siegern in den diversen Turnieren, erfreuen uns der regen Beteiligung und möchten hier bereits auf die HEM 2026 hinweisen:
Donnerstag, 14.05.2026 bis Sonntag, 17.05.2026 in Ober-Ramstadt. Die Einzelrunde ist für den Freitagnachmittag geplant, damit kein (ganzer) Urlaubstag notwendig ist.
